SG Eintracht Ebendorf

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05.11.2017

Nachlese: Hölle von Q

(PB) Die Hölle von Q oder „denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Und noch ein Wettkampfbericht- diesmal auch aus einer etwas anderen Perspektive.

Seit Beginn meiner neuen dienstlichen Verwendung im Harz - Oktober 2016 - beschäftigte mich neben kleineren oder größeren Katastrophen „die Hölle von Q - 2 km Schwimmen, 83 km Radfahren, 21,1 km Laufen – 1450 HM.“

Ich hatte mir vorgenommen, teilzunehmen, um einschätzen zu können, ob wir die Radstrecke nach bestem Wissen und Gewissen abgesichert hätten… oder ob wir beim nächsten Mal anders vorgehen müssen.

Geplant hatte ich daher eine Staffel, in der ich freiwillig (völlig bescheuert) den Radpart übernehmen wollte. Gesagt, getan, …Torsten W. und Schaari komplettierten die Staffel, sprangen dankenswerter Weise ein und mussten, so war ja mein Plan…meine schlechte Radzeit irgendwie glatt ziehen!!

Am 02. September brachen nun zahlreiche sportbegeisterte Fanatiker auf gen Ditfurt im Landkreis Harz. Dort wurden die Wettkampunterlagen ausgegeben, das Material abgegeben, Konzerte besucht und der Wettkampfeinweisung gelauscht. Die ganz HARTEN zelteten in Otts Garten (what?).

Sonntag, 05:30 Uhr – unfassbar  - Aufbruch gen Wanzleben um Torsten abzuholen und wieder nach Ditfurt. Dort hatte es 7 Grad – ich wiederhole: 7 Grad. Wir trafen auf Olaf und Anke. Olaf hatte sich der Herausforderung gestellt und nahm tatsächlich als Einzelstarter teil. Mmh, uns allen war reichlich kalt…dennoch tapsten Torsten und Olaf barfuß (aber mit Mütze) gen Schwimmstart. Boaaa!!
Alle Teilnehmer (bis auf einer, der hatte sich beim Einschwimmen verschwommen) und der Teufel waren da, der Landrat gab 07:41 Uhr den Startschuss und ab gings durch die Mitte. Der See sah herrlich aus…Nebel auf dem Wasser. Ich fand es toll, die Schwimmer eher nicht, die sahen dadurch nämlich nichts.

Ich stand in der Staffelwechselzone und wartete…neben mir bekannte Sportler: Grammi, Doreen Baecke, Frank Schraepel…ich las illustre Vereine…DHFK Leipzig, Union Berlin, Hamburg… das würde also wieder ne ordentliche Klatsche für mich geben. Hatte ich schon erwähnt, dass ich zusätzlich geschwächt durch eine Erkältung war… ?

Der erste Schwimmer wurde angekündigt, mir war klar, dass das sicher Jörg Röver sein musste. Grammi nahm das nicht so ernst und hüpfte irgendwie umher. Nach 23 Minuten erreichte Jörg Röver das Ziel und übergab den Transponder an Grammi, der nun ordentlich Vorsprung auf die Radstrecke mitnahm.

Torsten hielt sich super, nach 30 Minuten erfolgte unsere Übergabe und los ging es durch die Hölle. Ich mache es mal kurz – es war eine wirklich tolle schöne, aber auch für alle Teilnehmer sehr anspruchsvolle Radstrecke, nicht nur durch die Höhenmeter sondern auch durch den Straßenbelag und die ein oder andere scharfe Kurve. Meine Entscheidung mit dem Rennrad zu fahren, war die Richtige gewesen. Nach Luft hechelnd (durch die Erkältung) kurbelte ich mich also hoch und runter und wieder hoch und irgendwie kam ich auch wieder runter. Letztlich quälte ich mich total durchgefroren nach 3:45 h in die zweite Wechselzone und übergab an Schaari, der da vermutlich bereits schon Moos angesetzt hatte ;)!

In der Wechselzone warteten auch Patrick und Torsten sowie Anke, die sich gleich auf den Weg nach Quedlinburg machte. Patrick war begeistert von dieser Veranstaltung und so muss auch ihm als Experte auf diesem Gebiet hier Gehör geschenkt werden. Die Steaks in der 2. Wechselzone (REWE in Thale) waren 09:30 Uhr auf den Punkt und für 1,50 € unschlagbar. Torsten erzählte etwas von total leckerem Kuchen und ich war eigentlich nur froh, meine Füße langsam wieder zu spüren.

Wir setzten uns in Bewegung gen Quedlinburg, um unseren Laufgott Schaari in Empfang nehmen zu können. In Vorbereitung auf seinen großen Marathon in Berlin gab er natürlich alles und erreichte nach 1 h und 29 Minuten auf dem Marktplatz das Ziel. Mit 250 HM und unbefestigten Wegen an der Teufelsmauer entlang war auch die Laufstrecke kein Zuckerschlecken. Gemeinsam rannten wir durch die kleine Schluppe, die der Veranstaltung „Hölle“ ihren Namen gegeben hatte.

Durch meine schlechte Radzeit spielten wir für die Siegerehrung keine Rolle, dennoch wurden wir gefeiert und erhielten kleine Präsente von den umherfliegenden Hexen. Auch hier war die Verpflegung einzigartig, gerade durchs Ziel, verschlang Schaari gerade eine Bratwurst und nuschelte „gab´s umsonst“ für Starter. War ja klar, dass ich nun los musste – um für die Edelfans Würstchen zu besorgen.
Die Stimmung in der Weltkulturerbestadt war großartig…es waren sehr viele Zuschauer vor Ort und feierten wirklich jeden Ankömmling.

Wir mussten auch nicht lange warten, da kam Olaf, zwar k.o., aber happy und begleitet von lautem Geschrei ins Ziel. Applaus und Siegerehrung gab es auch und zwar für die jeweils besten drei Staffeln und besten drei Einzelstarter männlich und weiblich:

Die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammengefasst:
Staffel 1: „Sportkamerad“ : 4 h 19 Minuten (der Radsportler war der absolute Wahnsinn: 2 h 27 Minuten)
Platz 1: Ricardo Schlemonat: 4 h 26 Minuten ( 2 h 57 Minuten auf dem Rad und Schwimmen – unfassbar!! Auf nach Hawai!!)
Staffel 2: Your Ressource: 4 h 28 Minuten
Staffel 3: Fahrrad Magdeburg Trimagos: 4 h 33 Minuten
Staffel 4: Riemer MTC: 4 h 38 Minuten (Jörg Röver mit 23 Minuten der schnellste Schwimmer!!)
Platz 2: Christian Tölg Adreika: 4 h 37 Minuten
Platz 3: Martin Knape Eldorado Nordhausen: 4 h 49 Minuten
Platz 21: Staffel 1 der Frauen: 5 h 13 Minuten (hier war Doreen Baecke die Radfahrerin – ganz stark 3 h 4 Minuten)
Platz 33 Dirk Mädicke: 5 h 31 Minuten
Platz 50 Staffel gemischt: 5 h 49 Minuten (Torsten, Icke und Schaari)
Platz 58 Olaf Neidert 6 h 2 Minuten (30 Minuten Schwimmen, 3 h 25 Minuten auf dem Rad und 2 h 12 Minuten an der Teufelsmauer)

Die letzte Starterin erreicht glücklich nach 7 h 13 Minuten das Ziel.

Alles in allem war das eine ganz tolle Veranstaltung und Herr Hörstemann hat hier nach einem Jahr Vorbereitungszeit mit viel Liebe zum Detail und sehr viel Aufwand eine tolle unvergleichbare Halbdistanz im Harz auf die Beine gestellt.

Allein 200 freiwillige Helfer, die Feuerwehren im Landkreis, die Bundeswehr, 16 Kollegen des Polizeirevier Harz, Moderatoren, Hexen und Teufel waren an diesem Tag auf den Beinen, um das Event durchzuführen.

Der euch bekannte Verpflegungsexperte gibt der Veranstaltung „fünf Sterne“ und ist im nächsten Jahr wieder dabei. Bilder gibts hier.




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